Auslandsfreiwilligendienst

Es wird immer beliebter, einen Freiwilligendienst im Ausland zu absolvieren. Auf dieser Seite werden daher die wichtigsten Angebote vorgestellt.

weltwärts

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Als Einsatzstellen kommen grundsätzlich alle Träger der Entwicklungszusammenarbeit infrage. Die weltwärts-Bewerbung verläuft dezentral: Interessierte wenden sich direkt an mögliche Entsendeorganisationen. Grundlegende Voraussetzungen sind die gesundheitliche Eignung, ein ausgeprägtes Interesse an Entwicklungszusammenarbeit und die gute Kenntnis mindestens einer der Sprachen im Gastland.

kulturweit

Das kulturweit-Programm wird vom Auswärtigen Amt und der deutschen UNESCO-Kommission angeboten. Dem Namen entsprechend konzentriert es sich auf Freiwilligenarbeit in der auswärtigen Kulturpolitik, Partnerorganisation ist zum Beispiel das Goethe-Institut. Die kulturweit-Bewerbung läuft zentral über die Programm-Webseite. Die Freiwilligen müssen dabei entweder über das Abitur oder über einen Schulabschluss und eine berufliche Ausbildung verfügen. Sie dürfen während des gesamten Dienstes nicht über 26 Jahre alt sein. Erforderlich sind überdies eine geeignete gesundheitliche Verfassung und gute Kenntnisse einer Sprache im Zielland.

Europäischer Freiwilligendienst (EFD)

Das von der Europäischen Kommission geförderte Programm zeichnet sich vor allem durch eine hohe Förderungsleistung und intensive Betreuung aus. Geographisch reicht es über die Europäische Union bis weit in die Nachbarregionen hinaus. Es obliegt auch hier den Interessierten, eine Entsendeorganisation zu finden und zu kontaktieren. Welche Organisationen für den EFD infrage kommen, kann in dieser Datenbank der EU eingesehen werden. Bewerben können sich auch hier nur junge Erwachsene. Kenntnisse einer Sprache des Gastlandes erhöhen die Bewerbungschancen.

Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IFJD)

Das IFJD-Angebot orientiert sich formal an den Rahmenbedingungen für ein Freiwilliges Soziales bzw. Ökologisches Jahr. Dies betrifft sowohl die Alterbeschränkung auf junge Erwachsene als auch das Bewerbungsverfahren. Interessierte wenden sich auch hier direkt an die Trägerorganisationen. Eine erste Übersicht findet sich beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Eine frühzeitige Bewerbung ist durchaus angebracht, da die Organisation des Auslandsaufenthalts sehr aufwendig ist.

Diakonisches Jahr im Ausland (DJiA)

Das DJiA richtet sich an junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren. Diese müssen nicht zwangsläufig evangelisch sein, denn das DJiA versteht sich als ökumenisches Programm und ist offen für die verschiedenen christlichen Konfessionen und schließt nichtkonfessionelle Bewerberinnen und Bewerber nicht aus. Selbstredend sollten die angehenden Freiwilligen der evanglischen Kirche gegenüber, aber auch generell offen sein. Die Einsatzmöglichkeiten umfassen größtenteils religiöse, soziale und kulturelle Projekte.

Weitere Möglichkeiten

Es besteht ferner die Möglichkeit, im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres oder Freiwilligen Ökologischen Jahres ins Ausland zu gehen. Die formalen Rahmebedingungen sind dabei dem Dienst im Inland entsprechend. Schließlich existiert noch der Andere Dienst im Ausland. Das Besondere an diesem Programm ist, dass es auch älteren Menschen offen steht. Allerdings werden in diesem Rahmen kaum Leistungen gezahlt bzw. übernommen.

Zusätzliche Informationen

Wer mehr über Freiwilligenarbeit im Ausland wissen möchte, wird auf unserem Blog in der Kategorie Auslandsfreiwilligendienst fündig. Dort finden Sie weitere Informationen zu einzelnen Angeboten, der Stellensuche, Bewerbungsfristen und vielem mehr.

 

Bildquelle: JENS – Fotolia.com